„Verzicht nimmt nicht. Verzicht gibt. Er gibt die unerschöpfliche Kraft des Einfachen.“
Martin Heidegger

Fasten

Fasten - Gewinn durch Verzicht

„Fasten ist der freiwillige und bewusste Verzicht auf feste Nahrung für einen bestimmten Zeitraum“

Fasten ist eines der ältesten Naturheilmethoden und kann dazu beitragen, ernährungsbedingte Erkrankungen vorzubeugen bzw. entgegenzusteuern oder abzumildern. Außerdem ist das Fasten der einfachste, der leichteste und der wirksamste Weg, sprich der Königsweg zum inneren Gleichgewicht.

Es handelt sich nicht um Hungern, Entbehrungen, einer Diät oder Abnehmen, sondern bewussten Verzicht und Loslassen von Gewohnheiten. Während der Fastenwoche wird alles ausgesetzt, was für Körper, Geist und Seele nicht lebensnotwendig ist.

  • Auf körperlicher Ebene wird entlastet, entsäuert, entgiftet, das Immunsystem gestärkt und der „innere Arzt“
    (die natürliche Heilkraft im Inneren eines jeden Menschens) aktiviert.
  • Auf seelischer Ebene steht die Begegnung mit sich selbst im Vordergrund. Der Fastende findet zu seiner Mitte, durch die verstärkte Achtsamkeit werden eigene Bedürfnisse erkannt und gefördert.
  • Auf geistiger Ebene erfährt der Fastende in dieser Zeit gedankliche Klarheit, erhält Impulse zur Neuorientierung und Neuordnung.

Ganzheitliches Fasten dient also nicht nur zur Reinigung des Körpers, sondern auch des Geistes und der Seele, letztendlich eine Reinigung des gesamten Organismus. Nach Beendigung der Fastenzeit wird dem Fastenden eine gesündere Lebensweise auf allen Ebenen geboten.

Ablauf einer Fastenwoche

Die Fastenwoche wird nach der Methode von Dr. Buchinger/Dr. Lützner durchgeführt und als kohlenhydratmodifiziertes Fasten bezeichnet. Sie ist für alle Personen geeignet, die im Rahmen der Gesundheitsprävention den Körper reinigen und seelischen Ballast abwerfen wollen. Die Verantwortung liegt bei den Teilnehmenden selbst.

Während der Fastenzeit wird nur flüssige Nahrung in Form von Suppen und Säften eingenommen. Frischgepresster Frucht- und Gemüsesaft dient der Vitaminversorgung, die Gemüsebrühe der Mineralstoffversorgung. Die Übersäuerung wird durch die Mineralstoffe abgemildert, wodurch der Körper weniger Nebenwirkungen zeigt. Nach Belieben werden Kräutertees und Wasser getrunken, etwas Honig dient als Energielieferant.

Zu einer erfolgreichen Fastenwoche zählt die körperliche Bewegung an der frischen Luft im Wechsel mit erholsamen Ruhepausen. Einerseits soll der Kreislauf angeregt werden, anderseits dem Körper die Ruhe gegeben werden, sich zu regenerieren.

Fastenunterstützende Maßnahmen wie Darmhygiene, basische Fuß- oder Vollbäder, Leberwickel, Heilerde, Trockenbürsten, Wechselduschen und Entspannungsübungen sorgen für die nötige Entlastung, Regeneration und Pflege des Organismus.

Wer darf nicht fasten:

  • Schwangere und Stillende 
  • Menschen mit:
  • krankhaften Essverhaltensstörungen (z.B. Bulimie, Magersucht)
  • Adipositas BMI > 40
  • Untergewicht: BMI < 18
  • Anfallserkrankungen (z.B. Epilepsie)
  • Suchterkrankungen (z.B. Alkohol, Drogen)
  • eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion
  •  symptomatische Hyperurikämie (Gicht)
  • Magengeschwüren
  •  psychischen Erkrankungen      

Aufbau einer Fastenwoche

Entlastungstage (2 – 3 Tage)

Fastentage (5 – 6 Tage)

Aufbautage (mind. 3 Tage)

Mindestens drei Tage vor der eigentlichen Fastenwoche stimmen sich die Teilnehmenden zuhause mit den Entlastungstagen auf das Fasten ein. Es ist der Wechsel zwischen täglichem Konsum zu Verzicht und Besinnung auf das Wesentliche. In dieser Zeit wird die Nahrungsaufnahme reduziert, Reduktionskost eingenommen, die Trinkmenge gesteigert und von Genussmitteln Abschied genommen.

Die Fastentage bestehen aus dem Rhythmus Ruhe- und Aktivphasen. Es beginnt mit der Einnahme des Glaubersalzcocktails, um den Darm gründlich zu entleeren. Zusätzlich können alle fastenunterstützenden Maßnahmen angewendet werden. Die Umstellung des Organismus von der äußeren Energieversorgung (Nahrung) auf die innere Energieversorgung (Körperdepots) wird vollzogen. Am Ende der Fastentage erfolgt das zelebrierte Fastenbrechen mit einem frischen oder einem gedünsteten Apfel.

Die Aufbautage betragen 1/3 der Fastenzeit, die nach dem Fasten zuhause durchgeführt werden. Es beginnt der bedächtige und schrittweise Kostaufbau. Der Körper stellt sich langsam wieder auf die äußere Ernährungsversorgung um. Jedoch benötigt er hierfür Zeit, da die Produktion der Verdauungssäfte erst wieder anlaufen muss.

Aktuelles

Krankheitsbedingter Kursausfall

Liebe Fastenfamilie, leider fällt der Fastenkurs in Vierzehnheiligen  („BUCHINGER-FASTEN IM GOTTESGARTEN – KÖRPER, SEELE UND GEIST IM EINKLANG“), welcher vom 6 bis 12 August stattfinden würde, krankheitsbedingt aus.